"Tout" Wesseling im Jeckenfieber:
1.200 Jecke in der ausverkauften Sporthalle


Wesseling (mm). "Hier wurde mehr Politik gemacht, als im Rathaus", meint ein Insider und kippt 'nen Kabänes. Wo wir uns befinden? Wenn Sie so wollen, im "Bauch" der Kronenbuschhalle, oder besser gesagt, im Keller an der Biertheke.

Es ist ungefähr 0.30, Sonntag Nacht. Vor gut einer Dreiviertelstunde hatte die Sitzung der KG Kornblumenblau mit dem Auftritt des Fanfarencorps Schwarz-Weiß aus Düsseldorf (hatten die überhaupt eine Einreisegenehmigung?) ihren letzten Höhepunkt, danach verzogen sich die Jecken ins neu gestaltete Foyer zum Tanzen oder eben in den "Bierkeller". Und hier geht echt die Luzi ab: Bier, Bier, Bier. Großes Hallo, viele Bützchen und noch mehr "Verzäll". Wer mit wem, wo und wann, ja, und wer mit wem nicht mehr und überhaupt. Der eingangs zitierte Insider könnte mit seiner Aussage wirklich recht haben.

Lev Lück, et es Fastelovend - das konnte man sehen, vergangenen Samstag im "Gürzenich von Wesseling". Allerdings scheinen die Sparmaßnahmen, von denen die Republik betroffen ist, auch bis in den Karneval geschwappt zu sein: etliche Gäste trugen das Kostüm vom Vorjahr. Macht aber nix, auf den Inhalt kommt es schließlich an. Apropos Inhalt: groß war die Freude einiger Anwesender, dass es in diesem Jahr (so wurde es mir zumindest berichtet) "endlich Kabänes" zum Schütten - äh, Verzeihung, trinken - gab.

Wieder mal hatten die Kornblumen ein tolles Programm auf die Beine gestellt, durch welches notgedrungen Hans-Josef Breuer führen musste - Präsident Thomas Pitsch hütete krankheitsbedingt das Bett. Souverän - Breuer ist schließlich ein "alter Hase" - meisterte der Ex-Prinz von 1997 seine spontane Aufgabe und begeisterte die 1200 (!) Jecken im Saal. Die bunt kostümierten Narren (irgendwie scheinen die 70'er mit Kotletten und Monstersonnenbrillen dieses Jahr groß in Mode zu sein) hatten Spaß mit Bernd Stelter, Fred und Aky, natürlich unserem Prinzen Hans IV., den Paraplüs sowie den Bläck Fööss und Wicky Junggeburth, den singenden Prinzen.

Aber auch wenn viel jecke Prominenz um die Gunst des Publikums rang - klaren Heimvorteil hatte das Tanzcorps der Kornblumenblauen: super Choreografie, tolle Kostüme und schmissige Musik machten den Auftritt zu einem vielumjubelten Erlebnis.

Fazit: Wieder mal haben es die Aktiven von Kornblumenblau geschafft, echte Fastelovendstimmung nach Wesseling zu transportieren, und es bleibt zu hoffen, dass auch die anderen Gesellschaften, deren Sitzungen noch anstehen (siehe auch "Närrischer Terminkalender") ein ebenso feierfreudiges Publikum empfangen können, wie das von vergangenem Samsta
g.